Du hast gerade festgestellt, daß Du Modeln möchtest?
Du hast bereits vor der Kamera gestanden und möchtest Dich jetzt im Internet präsentieren?
Du willst seriös wirken und legst auch Wert auf professionelle Arbeit?
Auf vielen Internetplattformen gibt es dafür Einstellungen und Hilfen, die Du nur zu nutzen brauchst.
1. Dein Nickname
Der Nickname ist Dein Username in der Community. Überlege Dir, was Du mit diesem, Deinem neuen Namen ausdrücken möchtest. Sagt Dein eigener privater Name nicht schon genug über Dich aus? Willst Du ihn im Internet preisgeben und Du bist Dir sicher, daß Suchmaschinen Dich auch finden sollen? Dann benutze Deinen eigenen Namen. Das ist das Seriöseste, was Du tun kannst.
Wenn Du nicht öffentlich mit Deinem Account sein möchtest, also Suchmaschinen Dich NICHT finden sollen, dann benutze einen Phantasienamen. Auch hier bedenke bitte, welche Wirkung hat ein Name?
Als Model möchtest Du mit Deinem Namen eine Botschaft senden. Attribute, wie sexy, süß oder Kosenamen wie Schnucki, Herzchen sind nicht sehr kreativ und eher negativ belegt. Du bist individuell, so sollte auch Dein Name sein. Ein guter Name ist der Anfang einer guten Eigenwerbung.
2. Der Vorstellungstext
Im Vorstellungstext hast Du die Möglichkeit eine Botschaft an den Leser zu senden. Überlege Dir also gut, was Du über Dich preisgeben willst und was für jemanden, der Deinen Text liest interessant ist. Deine Daten und Maße gehören sicher nicht in den Text, dafür gibt es auf den meisten Internet-Modelseiten extra Sparten. Auch Deine Anschrift und Deine Telefonnummer solltest Du nicht öffentlich auf eine Internetseite stellen. Das provoziert zu Missbrauch für Spamming. Wenn Du eine sichere Email-Adresse hast, kannst Du diese als Kontaktadresse angeben.
2-3 prägnante Sätze über Dich, warum Du gern ein Model bist, was Du gern magst und wieso Du in der Community zu finden bist, das reicht als Sedcardtext aus. Nicht zu lang und nicht zu viele Infos, das langweilt den Leser sonst schon.
Prüfe den Text auf Rechtschreibfehler, denn auch das wirkt seriös.
3. Die Bilder
Auch die von Dir öffentlich eingestellten Bilder sind Deine Referenzen. Zeige nur das, was Du auch in der Öffentlichkeit zeigen möchtest. Das Internet ist immer öffentlich, auch wenn bestimmte Bereiche gesichert sind, so können doch andere User auf diese Bilder zugreifen.
Peinliche, lächerliche, etc. gehören nicht auf eine öffentliche Internetplattform. Sei Dir immer bewusst, daß diese Bilder auch in Umlauf gebracht werden können. Zeige nur, was Du auch zeigen willst.
Die Qualität der Bilder steht für Dich und Dein Können. Zeige lieber wenige, dafür gute Bildqualitäten, denn daran wirst Du gemessen. Mehr Qualität, als Quantität.
4. Echtheitschecks / Echtheitsverifikationen / Identitäten
Viele Internetplattformen, bieten die Möglichkeit Dich als "echt" zu kennzeichnen.
Diese Verifikation solltest Du unbedingt durchführen, denn dann ist hinterlegt, daß Du eine Identität hast, die Du auch bereit bist preiszugeben. Meist sind diese internen Daten vor Zugriff geschützt, aber für andere User, die mit Dir zusammen arbeiten wollen, ist es gut zu wissen, daß Deine Person geprüft wurde.
Das gilt auch für Alterskontrollen. Viele Communities erlauben freizügigere Bilder nur für Volljährige. Darum gestatte, wenn möglich, auch diese Prüfung.
5. Schriftverkehr
Im Schriftverkehr untereinander können die User einer Community miteinander reden und sich kennen lernen. Höflichkeit, nette Umgangsformen und gute Rechtschreibung sind Pflicht. Wenn Absprachen getroffen werden, sollten diese auch eingehalten werden. Das schafft Vertrauen. Zur Höflichkeit gehört es auf Fragen zu antworten, Absagen nett zu formulieren und diese dann auch zu akzeptieren.
Es ist das Internet. Die Kommunikation besteht nur aus dem geschriebenen Wort. Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Daher immer locker bleiben und lieber einmal nachfragen. Vielleicht hat das Gegenüber es ganz anders gemeint, als man es verstanden hat.
6. Zuverlässigkeit und andere Nettigkeiten
Schlussendlich ergibt all das zusammen einen Eindruck von Deiner Person. Wenn Du dann, nach dieser guten Vorbereitung, auch jemandem im echten Leben begegnest, sollte sich dieser Eindruck festsetzen.
Je besser eine Vorbesprechung für Shootingtermine sind, umso genauer weiss jeder Beteiligte, was er wann und wie zu tun hat. Verträge halten diese Absprachen in Schrift und Wort fest und sollten immer vor dem Shooting gelesen und unterschrieben werden.
Seriös ist es Termine einzuhalten oder mindestens fristgemäß abzusagen.
Wenn Du all diese Tipps beherzigst steht einem guten Start als Model nichts mehr im Weg.
Vielen Dank an Susanne Güttler für diesen Text
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